Häufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ)
Was kann ich gegen Haarausfall tun?
Zuerst muss die Ursache des Haarproblems geklärt werden. Nach schweren Erkrankungen, Stoffwechselstörungen, Stress oder auch nach einer Schwangerschaft kann es vorübergehend zu dünnem Haar oder verstärktem Haarverlust kommen. Ist der Grund gefunden und behandelt, dann kann meist gelassen auf den wiederkehrenden Haarwuchs gewartet werden.
Die Behandlung des dauerhaften Haarausfalls hängt vom jeweiligen Verlauf ab. In einem frühen Stadium des erblich bedingten Haarausfalls (androgenetische Alopezie) können Medikamente den weiteren Haarausfall stoppen und müssen daher lebenslang genommen werden. Sind schon lichte Stellen, Kahlheit oder Narben vorhanden, ist eine Eigenhaarverpflanzung sinnvoll. Es können aber auch beide Behandlungsformen kombiniert werden.
Warum ist das ärztliche Beratungsgespräch so wichtig?
Das Beratungsgespräch gibt Ihnen konkrete Informationen darüber, welche Behandlungsformen für sie geeignet sind und welche Resultate Sie erwarten können. Dabei wird nicht nur Ihre aktuelle Situation, z. B. ihre Spenderfläche, beurteilt, sondern auch die zukünftige Entwicklung berücksichtigt und ein persönliches Behandlungskonzept erstellt. Viele Fragen ergeben sich häufig erst im persönlichen Gespräch und können hier in Ruhe und kompetent beantwortet werden.
Warum ist das Beratungsgespräch nicht kostenlos?
Ein Arzt/Ärztin darf Sie nach ärztlichem Standesrecht nicht kostenlos behandeln. Dazu gehören auch die Information und die Aufklärung zu einer Behandlung. Eine kostenlose Beratung kann daher nur von nichtärztlichen Unternehmen angeboten werden. Die Kosten der Beratung können später bei den Behandlungskosten berücksichtigt werden.
Ist die Haartransplantation schmerzhaft und wie lange dauert sie?
Die Behandlung ist durch die örtliche Betäubung völlig schmerzlos. Die Behandlung dauert je nach Umfang der zu behandelten Fläche etwa 2-5 Stunden.
Was soll ich nach der Behandlung beachten?
Am Tag der Operation nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen und sich in den ersten Tagen nach der Transplantation nicht körperlich stark belasten. Für etwa 3 Wochen sollten Sie schweißtreibenden Sport und Sauna meiden und die behandelten Flächen nicht starker Sonnenbestrahlung, Solarium oder Salzwasser aussetzen. Der Faden am Hinterkopf wird nach ca. 10 Tagen wieder entfernt.
Wie sehe ich nach der Behandlung aus?
Durch das Überkämmen mit eigenen Haaren oder durch Tragen einer leichten Kopfbedeckung ist die Transplantation meist kaum zu erkennen. Schon nach 2-3 Tagen nach der Behandlung können Sie wieder regelmäßig die Haare waschen.
Für 10-14 Tage bilden sich kleine Krusten auf den eingesetzten Transplantaten und die Haut ist leicht gerötet. Vorübergehend kann eine leichte bis mittlere Schwellung auf der Stirn eintreten.
Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?
Die Haartransplantation ist ein Eingriff in örtlicher Betäubung in den oberen Schichten der Haut. Dementsprechend ist bei fachgerechter Ausführung nur mit wenigen und leichten Nebenwirkungen zu rechnen. Diese sind individuell verschieden. Infektionen der Haut, länger anhaltende Taubheit im Behandlungsgebiet oder auffällige Narbenbildung sind äußerst selten und heilen fast immer folgenlos wieder ab. Ihr beratender Arzt wird Sie ausführlich über mögliche Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen aufklären und mit Ihnen gemeinsam den medizinischen Aufklärungsbogen zur Haartransplantation erörtern.
Welche Haardichte kann ich erwarten?
Nach einer Haartransplantation wachsen die Haare gleichmäßig und sehr natürlich an ihrem neuen Platz. Die Haardichte variiert mit dem Behandlungskonzept (Verhältnis von Spender - und Empfängerfläche ). Ziel ist eine Haardichte, die einem natürlichen Haarbild entspricht. Die Haardichte der Jugendzeit kann mit einer Eigenhaarverpflanzung gewöhnlich nicht mehr erreicht werden. Haben Sie schon ganz kahle Stellen, dann werden nach der ersten Behandlung winzige Lücken zwischen den verpflanzten Haaren sichtbar bleiben. Wird eine höhere Haardichte gewünscht, dann kann eine weitere Behandlung etwa 12 - 14 Wochen nach dem Ersteingriff erfolgen.
Kann ich nach der Behandlung in Urlaub fahren?
Auf Urlaub brauchen Sie nicht zu verzichten. Bitte starke körperliche Belastung vermeiden, die transplantierten Gebiete vor direkter Sonne und Salzwasser schützen, Haare regelmäßig mit sauberem Wasser waschen.
Wann wachsen die neuen Haare?
Nach der Transplantation wachsen die transplantierten Haare meist einige Millimeter weiter, um dann vorübergehend auszufallen. Die neuen Haare erscheinen ca. 12 Wochen nach der Behandlung und wachsen dann wie gewohnt etwa 1cm pro Monat. Sie können wie das übrige Haar geschnitten, getönt, gefärbt oder dauergewellt werden.
Werde ich die transplantierten Haare wieder verlieren?
Nein - wenn die Haarwurzeln aus der richtigen Spenderfläche entnommen wurden. Sie haben dann auch die richtige genetische Information und produzieren lebenslang Haarwuchs.
Können auch Haare von anderen Körperstellen entnommen werden?
Prinzipiell ja, doch wegen unterschiedlicher Struktur, Farbe, Stärke und Wachstumsverhalten sollten Sie dieses Vorhaben genau mit dem behandelnden Arzt besprechen. Haare aus anderen Körperregionen sind bei einer Erstbehandlung ungeeignet; höchstens kann man sie zur weiteren Verdichtung benutzen, aber erst dann, wenn die Spenderfläche am Hinterkopf erschöpft ist.
Kann ich mir Haarwurzeln von anderen Menschen transplantieren lassen?
Leider nicht. Bei einer Eigenhaartransplantation werden neben Haarwurzeln auch kleinste Gewebeanteile mitverpflanzt. Körperfremdes Gewebe würde hier abgestoßen und fremde Haarwurzeln zerstört werden.
Welche Technik ist die beste?
In den letzten Jahren haben sich die Entnahme- und Transplantationstechniken immer mehr verbessert, weil verfeinert. Dadurch sind Nebenwirkungen und spätere optische Auffälligkeiten minimiert worden. Welche Technik für Sie genau die beste ist, entscheidet der behandelnde Arzt im Beratungsgespräch. Wichtig ist, dass der Arzt die Technik beherrscht, mit der er Sie behandelt. Fragen Sie nach der Zahl der erfolgreich durchgeführten Operationen mit dieser Technik.
Was ist die FUE Technik?
Bei der "follikular unit extraction" werden die Transplantate einzeln als Haarwurzelgruppen mit einem kleinen Bohrer aus der Kopfhaut entnommen. Es besteht die Gefahr, dass dabei einzelne Haarwurzeln verletzt werden. Damit am Hinterkopf keine großen Narben entstehen, muss zwischen den Bohrungen genügend Abstand gelassen werden. Daher muss eine große Fläche am Hinterkopf kahl rasiert werden und es dauert einige Monate, bis die Haare wieder nachgewachsen sind. Haarchirurgen mit langjähriger Erfahrung kennen diese Methode prinzipiell noch aus der Zeit der Stanzzylinderentnahme. Nach der Entnahme werden die Transplantate wie gewohnt wieder eingepflanzt. Ob die FUE Technik die geeignete Methode für Sie ist, kann nur individuell entschieden werden.
Welche Alternativen habe ich?
2 Medikamente (Finasterid und Minoxidil), die den Haarausfall stoppen bzw. verlangsamen, können bei erblich-hormonellem Haarausfalls verschrieben werden. Geeignet ist diese Behandlung besonders für frühe Stadien der androgenetischen Alopezie, wenn die Haare noch sehr dicht stehen. Bei Kahlflächen ist diese Therapie weniger Erfolg versprechend. Wird das Medikament abgesetzt, geht der Haarausfall weiter, wie genetisch (erblich) festgelegt.
Perücke, Toupet, Haarergänzung sind dann geeignet, wenn eine sehr hohe Haardichte gewünscht wird, die mit einer Eigenhaartransplantation nicht zu erreichen ist. In der Regel müssen 2 Haarteile angeschafft werden, die etwa 1 Jahr halten. Der Tragekomfort ist individuell sehr verschieden.
Was bedeutet Haar - Implantation
Es werden Kunsthaare aus Plastik (englisch "Fiberhair") verwendet und mit einem besonderen Instrument in die Kopfhaut eingestochen. Durch eine Fremdkörperreaktion kommt es zu einer Verankerung in der Haut. Die Kunsthaarfäden müssen speziell gepflegt und ein bestimmter Prozentsatz muss regelmäßig ersetzt werden. Das Risiko für chronische Infektionen ist erhöht. Der Verband deutscher Haarchirurgen lehnt die Kunsthaarimplantation ab.
Was kostet die Haartransplantation?
Die Kosten richten sich nach der Anzahl der benötigten Transplantate, dem Schwierigkeitsgrad der Behandlung und natürlich Ihren individuellen Vorstellungen. Daher ist eine verbindliche Honorarvereinbarung immer Teil des ärztlichen Beratungsgespräches. Rechnen Sie ab 3000 Euro für sehr kleine Flächen.
Vorsicht bei Lockangeboten aus dem Ausland. Hier besteht u. U. kein Rechtsschutz und bei Problemen ist der behandelnde Arzt weit vom Heimatort entfernt.
Bedenken Sie: Billig und gut gehen selten zusammen. |