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Verband Deutscher Haarchirurgen


Treffen der Mitglieder des VDHC zum Erfahrungsaustausch in BERLIN, 5.11.2010

Am 5. und 6. November 2010 trafen sich die Mitglieder des Verbandes deutscher Haarchirurgen zu ihrer Jahressitzung in Berlin.

Am Anfang stand der Erfahrungsaustausch über neueste Diagnostik und Behandlung des Haarausfalls. Es hat sich gezeigt, dass Trichodensitometrie und digitale Computermessungen sinnvoll zur klaren Diagnose und Verlaufsbeobachtung bei medikamentöser Behandlung sind. Sehr wertvoll sind diese Messungen im Spender- und Empfängerbereich, auch zur Planung der Haartransplantation.

So kann die Haardichte und Haarqualität sowie Zusammensetzung der Spenderhaare am Hinterkopf beurteilt werden. Im Empfängerbereich kann die zu bedeckende Fläche berechnet werden bzw. die Lücken bei ausgedünntem Haar dargestellt werden. Damit ist heutzutage im Vorfeld eine exakte Bestimmung des Bedarfs an Haaren bzw. Transplantaten im Verhältnis zur vorhandenen Haarreserve möglich.

Am zweiten Tag des Treffens wurden neueste Techniken der Haartransplantation diskutiert. Kollegen berichteten von den Ergebnissen des Internationalen Treffens der Haarchirurgen ISHRS in Boston. So kommt es zu einer immer stärkeren Verfeinerung der Instrumente, während die Automatisierung oder Stammzelltherapie noch Zukunftsmusik bleiben.

Sowohl zur Entnahme mittels Streifen plus Mikroskop (FUT) oder Einzelhaargruppenentnahme (FUE) stehen schonende Techniken zur Verfügung. Ziel ist es, die Verletzungsrate der Haarwurzeln möglichst gering zu halten. Jede Entnahmetechnik hat ihre Vor- und Nachteile, so dass je nach Patientensituation ausgewählt oder kombiniert werden kann.
Jeder Haarchirurg sollte beide Haarentnahmetechniken beherrschen, um den Patienten das bestmögliche Ergebnis im Spender- und Empfängerbereich zu bieten. Wichtig ist eine persönliche Beratung und Planung durch den Haarchirurgen.

Die Transplantate müssen speziell aufbewahrt werden und zügig im Empfängerbereich in optimaler Dichte und Anordnung wieder eingesetzt werden. Dabei kommt es auf einen hohen Ausbildungsstandard im Team an.

Bei der Haartransplantation, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, ist eine Zusatzbehandlung mittels Haarmedikamenten sinnvoll. Die Mitglieder des Verbandes Deutscher Haarchirurgen sind als Haarexperten über das gesamte Spektrum der Diagnostik und Therapie von Haarerkrankungen informiert und arbeiten ggf. mit spezialisierten Dermatologen zusammen.
Die Mitglieder des Haarverbandes sprechen sich gegen unrealistische Versprechen und aggressives Marketing, besonders im Internet zu beobachten, gegenüber den Patienten aus.

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